STILLE HÖREN - Wasser gluckert, rauscht, plätschert. Wandern Sie nicht nur mit offenen Augen, sondern hören auch genau hin - wie es einst ein evangelischer Pfarrer auch getan hat.
Stille hören - Wo kommt das zarte Summen der Waldbienen her? Wo steht das Reh, das den Ast leise knacken ließ? Hören Sie den Klang der Stille, genießen Sie die Ruhe! Wandern im Frankenwald ist Kontrastprogramm zur Reizüberflutung. Dem Ohr eröffnen sich neue Geräuschwelten - und natürliche Stille übertönt den Alltag!
Wasser gluckert, Wasser rauscht, Wasser plätschert...
Wenn Sie unseren "Pfaffenbergweg" nicht nur offenen Auges wandern, sondern auch genau hinhören, dann werden Sie von der Vielfalt der Wassergeräusche überrascht sein! Dabei ist das Wasser nur zur Haßlach hin gebündelt etwas lauter. Die kleinen Waldbäche, die ihr zufließen, üben sich in stillen Klängen. Immer wieder queren wir Waldbäche oder folgen ihrem Verlauf. Nur oben, auf der Höhe von Marienroth, da lassen wir Wald und Bäche hinter uns, hören dem Wind zu, der über den Bergkamm streicht, und genießen den Ausblick ins Haßlachtal.
Warum der Pfaffenberg wohl so heißt? Vielleicht hat sich hierher im Jahr 1625 der evangelische Pfarrer aus Rothenkirchen geflüchtet. Denn mit Waffengewalt setzte damals der Bamberger Fürstbischof Johann Georg II. Fuchs von Dornheim wieder einen katholischen ein. Vielleicht saß der Vertriebene einsam auf dem Berg, dankte seinem Gott dafür, dass er mit dem Leben davongekommen war, und hörte dem meditativen Klang der Waldbäche zu.
Wegbeschreibung
Unsere Wanderung beginnt am Sportplatz von Rothenkirchen. Von der Wandertafel aus begeben wir uns in das schmale Tal des Heinersbaches und folgen diesem für etwa 500 Meter. Wir biegen nach rechts ab, laufen an einem kleinen Teich vorbei und über eine kleine Talwiese aufwärts in Richtung Brauersdorf.
Am Ortsrand halten wir uns links gehen weiter bergan bis zu einem Wasserhochbehälter. Vor diesem halten wir uns links und folgen von nun an Waldwegen, die nach Marienroth führen. Auf halber Strecke ist ein Geotop über einen kurzen Abstecher zu erreichen. Es handelt sich um einen markanten Tuffbrekzien-Felsen oberhalb des Wanderweges und bietet den besten Aufschluss dieses Gesteins in ganz Bayern.
In Marienroth angekommen schlängeln wir uns durch die kleine Siedlung und gelangen zur Hauptstraße, wo wir geradeaus einen Abstecher zur barocken Kirche St. Georg einlegen können oder gleich links abbiegen um am Ortsende zum Wegkreuz bei den fünf Linden zu gelangen.
Der Legende nach fand ein Bauer namens Simeon an der Stelle, an welcher heute die Kirche steht, beim Pflügen ein Marienbild. Vor Freude darüber nannte man den Ort Marienroth. Damit wird auch ein Hinweis auf den in der Umgebung gebräuchlichen Namen "Simarua" gegeben. Es handelt sich demnach um eine Rodung des Syme, Simo oder auch Simmo. Der Name Simonroth taucht in wenigen alten Dokumenten und Landkarten auf.
Wir verlassen Marienroth am Wegkreuz und laufen weiter bergauf zum Gipfel des Pfaffenbergs. Der Blick reicht an klaren Tagen weit ins Land. Staffelberg und Kloster Banz sind auch bei weniger guter Sicht als Silhouetten am Horizont erkennbar. Kurz vor dem Gipfel lädt eine Sitzgruppe zur Rast ein.
Rechts am Sendemast vorbei führt unser Weg in den jungen Wald hinein. Wenn uns der Grauwacken-Weg R66 nach rechts verlässt, halten wir uns links und gelangen auf einen Forstweg, welchem wir ebenfalls nach links und an der nächsten Kreuzung nach rechts folgen.
Nun dürfen wir den Abzweig in einen schmalen Weg nach rechts nicht verpassen. Der Weg führt uns zum Teuschnitzer Berg, einer Hochfläche oberhalb von Rothenkirchen, welche durch von Hecken durchzogenen Wiesen geprägt ist. Wir gehen weiter bergab und gelangen bald schon an den Ortsrand von Rothenkirchen und zu unserem Ausgangspunkt zurück.
Geologisch Interessierte können an der Straße nach Brauersdorf zu einer weiteren Tuffbrekzien-Formation finden. Sie befindet sich wenige Meter hinter dem Ausgangspunkt. Wer sich nach der Wanderung stärken möchte, kann dies in der Ortsmitte von Rothenkirchen tun. Bis zum Marktplatz sind es etwa 500 Meter einfach.
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Aufstieg: 265 hm
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Abstieg: 265 hm
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Länge der Tour: 6,4 km
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Höchster Punkt: 613 m
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Differenz: 221 hm
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Niedrigster Punkt: 392 m
Difficulty
moderate
Panoramic view
moderate
Saisonale Eignung
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JAN
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MRZ
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APR
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MAI
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DEZ
Features trail
Tour tip
Circular route
Partly closed
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