Handwerk, Bergbau & Schiefer

Die landschaftlichen Gegebenheiten machten das Überleben im fast undurchdringlichen „Nortwald“ mühevoll. Die Talräume waren sumpfig, die bewaldeten Hänge sehr steil und die Hochflächen flachgründig und steinig. Die äußeren klimatischen Bedingungen ermöglichten eine nur bescheidene landwirtschaftliche Nutzung. Der eigentliche Reichtum der Region war ihr Wald und ihre Bodenschätze. Die Menschen nutzten diese Ressourcen, um in der eher kargen Landschaft ihr Auskommen zu finden. Mühsam musste man sich sein täglich Brot verdienen und alle Familienmitglieder waren in der Pflicht ihren Teil dazu beizutragen. Während die Männer im Bergbau arbeiteten oder auf dem Floß unterwegs waren, betrieben Frauen und Kinder die Landwirtschaft oder verdienten mit Weberei und Klöppeln ein Zubrot. Heute kann man die daraus hervorgegangenen Gewerbe in verschiedenen Museen und in der Kulturlandschaft des Naturparks nachvollziehen.

Bergbau

Verschiedene Erze verbergen sich im Gestein des Frankenwalds. Kupfer, Eisenerz und sogar Silber, aber auch Steinkohle wurde unter großen Anstrengungen aus der Erde geschürft. Das Bergbaumuseum und Besucherbergwerk Kupferberg, der Friedrich-Wilhelm-Stollen bei Lichtenberg oder der Geopfad Dachsbau bei Stockheim erläutern den Bergbau in der Region anschaulich.

Schieferabbau

"Blaues Gold des Frankenwalds" - so wurde der Schiefer einst bezeichnet. Dieser Titel verdeutlicht, welchen Wert das Gestein für die Region hatte. Und es prägt die Dörfer des Frankenwalds bis heute. Auch die großen Schieferhalden bei Ludwigsstadt oder Dürrenwaid belegen das traditionsreiche Handwerk eindrucksvoll. Im Deutschen Schiefertafelmuseum und auf dem Schieferpfad bei Ludwigsstadt wird die Geschichte des Schiefers wieder lebendig.