Steinbach am Wald, in den Jahren 1190/1192 als dem Kloster Langheim zugehörig erstmals urkundlich erwähnt, ist Ziel dieser Wanderung durch den nördlichen Frankenwald.
Steinbach am Wald: Der Ort, in den Jahren 1190/1192 als dem Kloster Langheim zugehörig erstmals urkundlich erwähnt. liegt am Rennsteig. Der Rennsteig ist hier nicht nur Wasser- und Wetterscheide, er bildet auch die Sprach-, Mentalitäts- und Glaubensgrenze zwischen dem protestantischen Norden und dem katholischen Süden. Während man um Ludwigsstadt Dialekt mit thüringischem Einschlag spricht, und sich mehr dieser Region zugehörig fühlt, wird in Steinbach fränkisch gesprochen.
Wir verlassen das 447 m hoch, an Hassbach, Trogenbach und Loquitz gelegene Städtchen Ludwigsstadt über die Kirchgasse. Am Friedhof biegen wir auf einen naturnahe Weg ein, welcher parallel zur Bahnstrecke verläuft und folgen diesem bis zum Wirtschaftsweg hinter den Bahnunterführung.
Wir wandern beständig entlang der Beerleite aufwärts mit gelegentlichen Ausblicken auf die B 85 und die Eisenbahnstrecke, so lange die Wanderstrecke nahe dem Tal verläuft. Im Hochwald kommen wir auf einen breiten Forstweg, wandern mit diesem an dem in der Nähe liegenden evangelischen Jugendheim Tippach (stromlos. 20 Matratzenlagern und ein Zimmer für die Betreuer) vorbei am so genannten "Dreihellerfleck", biegen dort zunächst nach links und wenige Meter später wieder nach rechts auf einem angenehmen, naturbelassenen Waldweg und kommen mit diesem im Waldgebiet Häslich zum Quellgebiet des nach Ludwigsstadt fließenden Haßbaches (die "nördliche Haßlach").
An zwei Teichen mit einer Hütte und schließlich an einer noch vorhandenen Flachsreese geht es weiter. Diese kleinen, heute im Wald liegenden Teiche, befanden sich einst im Freien, wo vormals der Flachs eingeweicht wurde. Der gedämpfte Lärm von Straße und Schiene verrät uns, dass wir nahe der Straße sind. Wir erreichen sie nach dem alten Bahnwärterhaus bei einer mächtigen Buche. Wir gehen kurz die Straße (B 85) aufwärts zum Parkplatz, verlassen ihn am oberen Ende und wandern der Bahnlinie entlang auf einem angenehmen Weg zu den ersten Häusern von Steinbach am Wald und weiter zur Hauptstraße von Steinbach/"Bahnhof". Der Ortsteil entstand mit dem Bau der Bahnstrecke seit 1885 am Rennsteig nahe des Bahnhofes.
Wir wandern mit dem Rennsteig nach links und kommen gleich an der Eisenbahnbrücke zu den symbolkräftigen, von dem Kronacher Bildhauer Heinrich Schreiber geschaffenen Brückensteinen. Sie sollten in der Zeit der deutschen Teilung ein Zeichen der Verbindung und des Miteinanders zwischen Thüringen und Bayern sein mit dem Wunsch auf Wiedervereinigung beider deutscher Staaten. Der eine Stein (4 Tonnen) ist aus Franken, der andere Stein (8 Tonnen) aus dem Elbsandsteingebirge. Nach dem Ortsschild laufen wir nach links durch ein Waldstück bis zu einer Forststraße mit der schon recht stattlichen, am 2.8.1950 gepflanzten Zigeunerbuche. Sie soll an das vormalige Original erinnern und an den 5.10.1530, als Martin Luther mit kurfürstlichem Geleit von Coburg über Judenbach nach Lehesten reiste und dort in der Kirche predigte.
Wir folgen nun geradeaus dem Geh- und Radweg neben der Straße bis zum Kreisel vor der Ziegelhütte, überqueren dort die Kreisstraße und gehen auf dem Geh- und Radweg weiter nahe zum Parkplatz Ziegelhütte (676 m über NN). Wir verlassen dort den Rennsteig und biegen, zusammen mit dem Burgenweg, nach links ab zur nahen Lauenhainer Höhe, wo wir uns über eine phantastische Rundumsicht freuen können. Am Ortsanfang (Abstecher zur sehenswerten, im Kern spätmittelalterlichen evang. Filialkirche St. Franziskus am unteren Dorfende) wenden wir uns nach rechts ortsauswärts und folgen dem geteerten und dann befestigten Wirtschaftsweg immer geradeaus zum Wald. Unterwegs begleitet uns die schöne Aussicht, die sich dann auf den Blick auf Lehesten und das Schieferabbaugebiet einengt. Wir wandern auf naturbelassenen Wegen im Wald abwärts und verlassen auf einer ebenen Wegestrecke den Burgenweg nach rechts. Wir kommen auf angenehmen Waldwegen und auf Forstwegen, an der "Schmier-Käs-Alm" vorbei abwärts. Am Waldrand empfängt uns ein schöner Blick auf den Sommerberg gegenüber und allmählich auch auf Ottendorf und Ludwigsstadt. Weiter bergab kommen wir auf einen Wirtschaftsweg und weiter mit der Schulstraße wieder in das Zentrum von Ludwigsstadt. Die ev. Kirche St. Michael (1513 erstmals erwähnt, Turmgeschoss spätmittelalterlich), war einst Mutterkirche der Herrschaft Lauenstein.
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Aufstieg: 373 hm
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Abstieg: 380 hm
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Länge der Tour: 14,8 km
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Höchster Punkt: 694 m
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Differenz: 255 hm
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Niedrigster Punkt: 439 m
Difficulty
easy
Panoramic view
moderate
Saisonale Eignung
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JAN
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FEB
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MRZ
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APR
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MAI
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JUN
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JUL
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AUG
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SEP
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OKT
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NOV
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DEZ
Features trail
Green circular hiking trail
Circular route
Rest point
Open
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jetzt geöffnet
| Wochentag | Öffnungszeiten |
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| Freitag | 08:00 - 18:00 |
| Samstag | 08:00 - 18:00 |
| Sonntag | 08:00 - 18:00 |
Turm begehbar von 1. April bis 31. Oktober
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