Eine Wanderung durch das Rodachtal und die abgeschiedenen Naturschutzgebiete Jägersruh-Gemäßgrund-Mulschwitzen und Fränkische Muschwitz. Natur pur!
Ausgangspunkt unserer Wanderung ist der wieder reaktivierte Bahnhof von Nordhalben, wo - zumindest zuweilen - das Leben zu pulsieren beginnt. Das Gebäude wurde 1901 als Endstation der Strecke von Kronach errichtet. Zusammen mit dem Flößerweg laufen wir durch das Gewerbegebiet im Nordhalbener Grund, der durch die Rodach in einen östlichen evangelischen Teil mit der 1926 geweihten evangelischen Jubilate-Kirche und in den westlichen katholischen Ortsteil Thomasmühle geteilt wird. Beide Ortsteile liegen im engen Waldtal der (Zahmen) Rodach, die kurz zuvor die Wasser des Titschengrundbaches und der Fränkischen Muschwitz aufgenommen hat.
Noch in der Streusiedlung kommen wir am Dreiherrenstein vorbei, wo Rodach und Titschengrundbach ein vormaliges Dreiländereck (Markgrafschaft Bayreuth, Fürstbistum Bamberg und das Fürstentum Reuß) bildeten und heute noch die bayerisch-thüringische Grenze markieren.
Nach dem letzten Haus führt uns ein Pfad im Wald aufwärts zu einer Stichstraße. Unmittelbar am einstigen Eisernen Vorhang und dem urigen Tal der Rodach entlang erreichen wir die idyllisch gelegene Krögelsmühle. Die Besitzer, die Familie Ellinger, mussten während der deutschen Teilung einige dramatische Grenzsituationen miterleben!
Wir wandern auf einem angenehm weichen Weg über zwei Stege nach Thüringen hinein zu einem Forstweg. Ihm folgen wir mäßig steigend am Rand des Tales der noch jungen Rodach, die hier einst als Floßbach diente, bis zu der Abzweigung nach Titschendorf an der Kläranlage. Dort verlassen wir den Flößerweg und wandern im Wald den Hang auf einem Forstweg nach rechts beständig, zum Teil recht steil, aufwärts.
Wenn wir nach geraumer Zeit auf der Höhe auf einen Forstweg stoßen, wenden wir uns nach links und gehen noch ein gutes Stück Weges weiter durch die mit Ahorn, Buchen Tannen und Fichten bestandene Waldabteilung, bis wir an die Stätte des aus Gründen der „Grenzsicherung“ zerstörten fürstlichen Jagdschlösschens „Jägersruh“ kommen. Heute erinnern nur noch eine überdachte Sitzgruppe (mit Besucherbuch) und eine Bildtafel an längst vergangene Zeiten.
Wir laufen noch etwa 400 m den Weg weiter bis zu einer weiten Wegespinne. Dort biegen wir dann spitzwinkelig nach rechts ab und folgen dem Forstweg immer geradeaus weiter, vorbei am Naturdenkmal "Kreuztanne", bis wir nach gut zwei Kilometern den Kolonnenweg überschreiten und auf einem Wiesenpfad zum Schwarzen Teich, einem ehemaligen Floßteich kommen. Die Fränkische Muschwitz durchfließt den Teich und bildet die bayerisch-thüringische Grenze.
Die Fränkische Muschwitz (auch Moschwitz) begleitet uns nun etwa 1500 Meter talwärts, ehe wir dann in einer Rechtskurve den Weg verlassen.
Wenn wir ihm noch talwärts folgen würden, kämen wir zu der Stelle, wo der aus dem Thüringischen kommende Tiegelsbach in die Muschwitz mündet. Dort wurde in der Zeit der deutschen Teilung 1959 der in Titschendorf geborene und in den Westen geflohene Manfred Smolka – ein ehemaliger Oberleutnant der DDR-Grenzpolizei – über die Grenze in eine Falle gelockt, als er seine Frau und seine Tochter auch in den Westen holen wollte. Er wurde von den Grenztruppen gefangen genommen und am 12. Juli 1960 – als Spion verurteilt – in Leipzig enthauptet.
Wir folgen einem naturbelassenen Waldweg schräg aufwärts, passieren eine Aufforstungsfläche und überqueren einen Forstweg. Wir umgehen eine schlecht passierbare Stelle und wandern dann auf einem Forstweg schräg rechts aufwärts. Unser Weg mündet am Waldende in die Verbindungsstraße (Langenbach-Heinersberg).
Wir wandern nach rechts, laufen durch das schmucke, 635 m über NN auf einer Rodungsinsel liegende Straßenangerdorf Heinersberg.
Erst nach dem Ortsende, dort, wo das weite Waldgebiet wieder beginnt, biegt unser Rundwanderweg auf eine Forststraße nach links ab. Der Heinersgrund führt uns durch weite Waldgründe talabwärts.
Wir folgen dem Weg nur kurz durch jungen Waldbestand und biegen bald nach links abwärts ab bis zu einer scharfen Rechtskurve in einem schmalen Seitental.
Hier verlassen wir den Forstweg und wandern rechts abwärts auf einem naturbelassenen Waldweg abwärts, begleitet von dem leisen Rauschen eines kleinen Waldbächleins. An einer Wegegabelung treffen wir wieder auf den von uns verlassenen Forstweg und auf den Flößerweg.
Mit dem Flößerhaken wandern wir geradeaus weiterhin abwärts. Er führt uns mit gelegentlichen Durchblicken auf den Heinersgrund durch einen mit Laubbäumen durchsetzten Nadelwald in das Rodachtal. Auf der Straße im Tal überqueren wir Rodach und Bahnkörper zur anderen Talseite zum ehemaligen, teilweise „wiedererstandenen“ Nordhalbener Bahnhof und damit zurück zu unseren Ausgangspunkt.
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Aufstieg: 342 hm
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Abstieg: 342 hm
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Länge der Tour: 14,4 km
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Höchster Punkt: 670 m
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Differenz: 207 hm
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Niedrigster Punkt: 463 m
Difficulty
moderate
Panoramic view
moderate
Saisonale Eignung
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MRZ
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DEZ
Features trail
Green circular hiking trail
Circular route
Open
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