Nach jahrelanger Arbeit ist es geschafft: Mit einem großen Frankenwald-Wandertag feierte der Frankenwaldverein (FWV) am 14.09.2008 auf dem Döbraberg die Einweihung des neuen Wanderwegenetzes. Die Strecken waren nach den Qualitätskriterien des Deutschen Wanderverbandes (DWV) ausgesucht, überprüft und auf einer Länge von 4121 Kilometern neu markiert worden. Hunderte von ehrenamtlichen Helfern hatten daran mitgewirkt.
Von ihrer Leistung zeigte sich der bayerische Finanzminister und CSU-Vorsitzende Erwin Huber in seiner Festrede vor rund 1100 Besuchern beeindruckt: "Sie haben ein großes Werk vollbracht. Der Frankenwald
gehöre zu den schönsten Teilen Bayerns, und ich versichere Ihnen, dass der Freistaat Bayern alles tun wird, um diesem Bereich eine gute Zukunft zu geben." Überhaupt sparte Huber nicht mit Versprechungen, schließlich sind Wahlkampfzeiten: Wenn Not am Mann ist, werde ich den letzten Euro in den Frankenwald rollen. Nicht nur an dieser Stelle brandete Beifall auf. Zuvor hatte Ulrich Weber, Obmann des FWV-Ortsverbands Schwarzenbach am Wald, dem Finanzminister einen Jubiläumsteller und eine leere Geldbörse überreicht "damit Sie wissen, dass Schwarzenbach auch zu Ihrem Bereich gehört." Huber: Er werde den Geldbeutel stets gefüllt halten, er wird nicht reichen, um alles aufzunehmen. Das dürfte Dieter Frank, Bürgermeister von Schwarzenbach am Wald, gern gehört haben. Er bezeichnete das neue Wanderwegenetz als Jahrhundertwerk und als eine Meisterleistung ehrenamtlicher Tätigkeit, die man gar nicht hoch genug einschätzen kann. FWV-Hauptvorsitzender Robert Strobel sprach von einem stolzen Werk und würdigte in diesem Zusammenhang vor allem das große Engagement des FWV-Ehrenvorsitzenden Hans Hill und der FWV-Hauptgeschäftsführerin Marlene Roßner. DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß hob den friedlichen und völkerverbindenden Charakter der Wanderbewegung hervor: Sie habe einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass Menschen aufeinander zugehen. Das neue Wegenetz sei Beispiel gebend in Bayern, meinte der Kronacher Landrat und Vorsitzende des Naturparks Frankenwald, Oswald Marr. Was hier geleistet worden ist, das ist enorm, bestätigte sein Hofer Amtskollege Bernd Hering. Die FWV-Mitglieder pflegten Tradition und Innovation, lobte Reinhardt Neft, Vorstand der Bayerischen Staatsforsten. Glückwünsche kamen auch von Thomas Krämer von der Forstverwaltung Bad Steben.
Zu Beginn hatte Pfarrer i.R. Helmut Bullemer, Umweltbeauftragter des Kirchenkreises Bayreuth, eine Waldandacht gehalten, die der Posaunenchor Döbra und der Landfrauenchor mitgestaltet hatten. Für die Umrahmung der Einweihungsfeier sorgten die Döbraberg-Musikanten und die Jagdhornbläser des Bayerischen Jagd-Verbands Naila. Die Landjugendgruppe Neudorf unterhielt die Besucher mit Volkstänzen. Am Nachmittag standen unter anderem Vorführungen mit der Motorsäge und eine GPS-Schatzsuche auf dem Programm. Von Brigitte Grosse